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Studieren in Kuba: Das Alltagsleben in Santa Clara

Ich habe mich derzeit an die widrigen Umstände vor Ort gewöhnt und angepasst. Ich genieße die ewige morgendliche Zugfahrt vorbei an den Bananenplantagen der Stadt, mache mich über die Geschwüre lustig die den widerwärtigen, stetig präsenten, streunenden Hunden aus dem Körper hängen und schlafe ein mit dem Geklapper der Pferdehufen auf dem Asphalt. Die dazugehörigen Kutschen dienen hier als reguläres Transportmittel. Ich frage mich nicht mehr täglich, warum alle Häuser von oben bis unten eingezäunt sind, wenn es hier keine Kriminalität gibt. Auch die Urin- und Kotflut in den universitären Sanitäranlagen ohne Wasser gehört zum normalen Tagesprogramm. In den Bussen schließt man sich dem sozialdarwinistischen Verhalten der Kubaner an. Ich esse nicht mehr außerhalb. Was das Warten angeht, braucht man immer was Gutes zu lesen. Wenn Sachen nicht klappen, wundert mich das nicht mehr, ist ja eher Normalzustand als Ausnahme.

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