Skip navigation.
Home
open source content with international perspective

stress

Steffen Sameiske's picture

Was ist Stress? - Das transaktionale Stressmodell von Lazarus

Das transaktionale Stressmodell der Forschergruppe um Lazarus (Lazarus & Folkman, 1984) hat seit den siebziger Jahren in der Stress‐ und Belastungsforschung einen hohen Stellenwert (Jerusalem, 1990). Im Mittelpunkt des Modells stehen Wechselwirkungen zwischen der Person mit ihren verfügbaren Ressourcen [Diesen ähneln die Handlungsvoraussetzungen nach Rudow (2000).] und einer potentiell beanspruchenden Situation [Im Modell von Rudow wird der Begriff der objektiven Belastung verwendet.] (siehe Abbildung im Anhang). Dabei liegt besondere Bedeutung auf den Bewertungs- und Bewältigungsprozessen, die im Folgenden kurz erläutert werden.

Steffen Sameiske's picture

Der Einfluss der „Teachers Beliefs“ auf den Unterricht und das Beanspruchungserleben

Zu den Handlungsvorrausetzungen von Lehrkräften gehören neben Qualifikationen und Personenmerkmalen vor allem auch „Teachers’ Beliefs“ – die Einstellungen und Überzeugungen. In der Tat spielen gerade diese persönlichen Überzeugungen eine entscheidende Rolle bei der Arbeit. Sich daraus ergebende Ansprüche der Lehrenden wirken sich auf die Handlungen in- und außerhalb des Unterrichts und somit auf das subjektive Gefühl der Belastung und Beanspruchung aus.

Steffen Sameiske's picture

Forschung zur Belastung und Beanspruchung von Lehrern

Wie Rudow (1994; Rudow, 1999) in seinen Übersichtsarbeiten zur Lehrerarbeit feststellt, sind Belastung, Beanspruchung und Stress Bergriffe, die zwar viel in der Forschung genutzt wurden, jedoch kaum auf angemessene theoretische Konzepte oder Theorien gestellt waren. Weiterhin wurden diese Bezeichnungen oft synonym verwendet und nur selten genügend voneinander abgegrenzt. So ist der Belastungsbegriff „(…) oft eher schillernd als wissenschaftlich exakt definiert. Er wird verschiedenartig gebraucht (…)“ (Rudow, 1994, S.10). Mit dieser Feststellung erklärt sich die Notwendigkeit einer umfassenden Rahmenkonzeption der Lehrerbelastung von Rudow (Rudow, 1994, 1999). Dieses Belastungs- und Beanspruchungskonzept dient in dem Beitrag als Orientierung.
Steffen Sameiske's picture

Burnout bei Lehrern: Lehrerbeanspruchung und schulischer Unterricht

Der Lehrerberuf bringt eine große Verantwortung mit sich. Aufgaben umfassen mehr als nur die Vermittlung rein fachspezifischer Kompetenzen. Schüler sollen auch im Fachunterricht „kommunikative Fähigkeiten, Kooperationsbereitschaft sowie eine zeitgemäße Informationsbeschaffung, Dokumentation und Präsentation“ (Kultusministerkonferenz, 2004, S. 6) von Ergebnissen erlernen. Zudem gehört auch die Entwicklung der Persönlichkeit und die Wertorientierung zu den Zielen des Unterrichtes. Neben diesem Auftrag bestehen für die Lehrkraft noch weitere Anforderungen, zum Beispiel von Kollegen, der Schulleitung oder den Eltern der Schüler. Insgesamt ergibt sich ein Konglomerat von Erwartungen an die Arbeit des Lehrers, das neben Lehren auch Erziehen, Beurteilen, Beraten, Innovieren, Beaufsichtigen und Verwalten umfasst (Rudow, 1994). Um so bedenklicher ist bei dieser Ausgangslage, dass etwa 20%-30% der Lehrer/innen aus dem deutschsprachigen Raum ernsthafte Symptome von Burnout aufweisen (z.B. Rudow, 1999). Es ist anzunehmen, dass auch die hohe Zahl der Frühpensionierungen von Lehrpersonen – nach Sieland (2001) erreichen nur 4% der Lehrkräfte die reguläre Dienstaltersgrenze - auf starke Beanspruchung aus dem Berufsalltag zurückzuführen ist (Koch, 2006; Rudow, 1999; Sieland & Tacke, 2000).

Syndicate content