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Völkermord in Ruanda: Ethnisches Bewusstsein als Grundlage für die Durchsetzung von Machtinteressen

Tatsächlich ging es bei dem Völkermord in Ruanda 1994 um Machtkämpfe bei denen die Ethnizität lediglich gebraucht wurde, um ein Bewusstsein, ein Wir-Gefühl zu beschwören.  Hierdurch konnte die Grundlage für die Durchsetzung von Machtinteressen geschaffen werden.

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Die belgische Kolonialzeit in Ruanda und die einseitige Bevorzugung der Tutsi

Nach dem Abzug der deutschen Kolonialherren in Ruanda, wurde die auf rassistischen Vorstellungen über Ethnien basierende Politik von der folgenden Kolonialmacht Belgien fortgeführt. Vereinfachungen der ursprünglich durchaus komplizierten Zusammenhänge der Gesellschaftsstruktur trafen sie genauso rigoros wie ihre deutschen Vorgänger. So wurde der Grundstein für zukünftige Konflikte gelegt.

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Neue Bedeutungen für die Bezeichnungen 'Hutu' und 'Tutsi' während der deutschen und belgischen Kolonialzeit

Schon seit Beginn der deutschen Kolonialmacht (1899) übten die deutschen Vertreter eine indirekte Herrschaft aus, da den Einheimischen zu jeder Zeit gewisse Machtpositionen eingeräumt wurden. Trotz indirekter Herrschaft muss sie sich mit ihrer Einteilung in eine Rassenordnung für die Grundsteinlegung der ethnischen Konflikte verantworten. Die zu deutschen Kolonialzeiten gestellten Weichen verhärteten sich irreversibel in der belgischen Kolonialzeit und führten 1994 letztendlich zu einem massenhaften, ethnisch begründeten Töten.

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Die ersten europäischen Erkunder Ruandas und die deutsche Kolonialzeit

Als die ersten Erkunder des Landes 1894 Ruanda betraten und Recherchen über die „Ethnien“ Ruandas betrieben, waren sie sich nicht über deren Auswirkungen in der künftigen Kolonialzeit bewusst. Sie bereisten Afrika und berichteten als so genannte „Agenten der Zivilisation“ (so wurden die ersten Erkunder Afrikas – und damit auch Ruandas – genannt; vgl. Semujanga, 2003: 114). Schon bald versuchten sie – um ein klares, einfaches Gesellschaftsbild zu erhalten – alle Menschen in Rassen und Ethnien aufzuteilen.

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Die Bedeutung der Begriffe 'Hutu' und 'Tutsi' im Ruanda vor der Kolonialzeit

Vor der Kolonialzeit wurden die Begriffe 'Hutu' und 'Tutsi' wesentlich flexibler genutzt als es nach der Eroberung der Fall war. Zudem gibt es keine Hinweise auf eine ethnische Gruppierung innerhalb Ruandas vor 1894. Obwohl die Bezeichnungen schon vor dem „Einfall der Europäer“ im späten 19. Jahrhundert existierten, variierten ihre Bedeutungen in Raum und Zeit.

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