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kolonialpolitik

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Die belgische Kolonialzeit in Ruanda und die einseitige Bevorzugung der Tutsi

Nach dem Abzug der deutschen Kolonialherren in Ruanda, wurde die auf rassistischen Vorstellungen über Ethnien basierende Politik von der folgenden Kolonialmacht Belgien fortgeführt. Vereinfachungen der ursprünglich durchaus komplizierten Zusammenhänge der Gesellschaftsstruktur trafen sie genauso rigoros wie ihre deutschen Vorgänger. So wurde der Grundstein für zukünftige Konflikte gelegt.

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Neue Bedeutungen für die Bezeichnungen 'Hutu' und 'Tutsi' während der deutschen und belgischen Kolonialzeit

Schon seit Beginn der deutschen Kolonialmacht (1899) übten die deutschen Vertreter eine indirekte Herrschaft aus, da den Einheimischen zu jeder Zeit gewisse Machtpositionen eingeräumt wurden. Trotz indirekter Herrschaft muss sie sich mit ihrer Einteilung in eine Rassenordnung für die Grundsteinlegung der ethnischen Konflikte verantworten. Die zu deutschen Kolonialzeiten gestellten Weichen verhärteten sich irreversibel in der belgischen Kolonialzeit und führten 1994 letztendlich zu einem massenhaften, ethnisch begründeten Töten.

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Die Bedeutung der Begriffe 'Hutu' und 'Tutsi' im Ruanda vor der Kolonialzeit

Vor der Kolonialzeit wurden die Begriffe 'Hutu' und 'Tutsi' wesentlich flexibler genutzt als es nach der Eroberung der Fall war. Zudem gibt es keine Hinweise auf eine ethnische Gruppierung innerhalb Ruandas vor 1894. Obwohl die Bezeichnungen schon vor dem „Einfall der Europäer“ im späten 19. Jahrhundert existierten, variierten ihre Bedeutungen in Raum und Zeit.

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Können Ethnien gemacht werden? Die Ursachen des Völkermords in Ruanda in der Kolonialpolitik

Der Völkermord in Ruanda gegen die Tutsi und moderate Hutu im Juli 1994 ereignete sich erst vor elf Jahren. Über eine halbe Millionen Menschen kamen innerhalb eines Monats ums Leben und fast 3 Millionen waren auf der Flucht.

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