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Geschichte

Joachim Korb's picture

Geschichte der Softwareprogrammierung: „Freie Software für Freiheit und Gerechtigkeit“

Es ist eine oft zitierte Tatsache, dass wissenschaftliche Entwicklungen weit häufiger von den Weltanschauungen und persönlichen Vorlieben der Wissenschaftler abhängen, als dies der Anspruch der Exaktheit, den Akademiker oft für sich beanspruchen, zulassen sollte. Ein Beispiel ist Richard M. Stallmans GNU-Projekt, das mit der Absicht gegründet wurde das Betriebssystem UNIX zu ersetzen.

Johanna Richter's picture

Können Ethnien gemacht werden? Die Ursachen des Völkermords in Ruanda in der Kolonialpolitik

Der Völkermord in Ruanda gegen die Tutsi und moderate Hutu im Juli 1994 ereignete sich erst vor elf Jahren. Über eine halbe Millionen Menschen kamen innerhalb eines Monats ums Leben und fast 3 Millionen waren auf der Flucht.

Dorota Tkaczyk's picture

Albert Camus’ Verweigerung des Gottesglaubens

Ein Faktor, der für das gesamte Werk von Albert Camus eine gravierende Bedeutung hatte, war die Tatsache, dass der Schriftsteller nicht an Gott glaubte. Er war ein „incroyant décidé“, wie ihn sein Literaturlehrer an der Universität, Jean Grenier, nannte (Jean Grenier, `Préface´ à Albert Camus, «Théâtre, Récits, Nouvelles», Paris, 1962). Besonders aber lehnte Camus den christlichen Glauben ab, der für ihn viele Widersprüche enthält.

Matthias Feulner's picture

Die Entwicklung der Stadt Nürnberg im Mittelalter

Im Traditionsbewusstsein des Mittelalters galt Nürnberg bereits als das Sinnbild der „alten deutschen Stadt“. Unter den zahlreichen Lobsprüchen der mittelalterlichen Besucher hat keiner die Wirkung des Stadtbildes in der Landschaft so anschaulich festgehalten wie der Kardinal Enea Silvio Piccolomini, der spätere Papst Pius II. im Jahre 1457. Seinem Urteil kann Gewicht beigemessen werden, im Hinblick darauf, dass er sich in Pienza /Toskana selbst eine Frührenaissance-Residenz erbaut hatte, also mit den Auswirkungen der Stadtbaukunst vertraut war.

 

Matthias Feulner's picture

Geschichte der Berliner Mauer nach 1989 und Bestandsaufnahme der noch erhaltenen Fragmente

Der offizielle Abbau der Mauer begann am 13. Juni 1990 in der Bernauer Straße (siehe Abbildung Nr.9). Dies geschah nach den ersten freien Wahlen unter ostdeutscher Kontrolle. Ausgeführt wurde er von Grenztruppen, unterstützt durch die Bevölkerung. Bereits Ende 1989 begann die Außenhandelsfirma LIMEX der DDR die Mauer weltweit zu vermarkten. Der höchste erzielte Preis belief sich dabei auf $ 500.000 pro Segment. Bis zur Wiedervereinigung war die innerstädtische Mauer fast völlig verschwunden. Ab dem 03.Oktober 1990 wurde der Abriss dann durch ehemalige NVA-Angehörige, Bundeswehrtruppen und britische Pionierverbände fortgesetzt. Hinzu kam die Zerstörung der Mauer durch die so genannten "Mauerspechte". (siehe Abbildung Nr.10). Der größte Teil der abgebauten Stücke wurde zu Straßenfüllmaterial zerkleinert. Denkmalschutzbehörden forderten gegen erheblichen Widerstand von Politikern, der Öffentlichkeit und der Presse, die Erhaltung von Teilstücken als Denk- oder Mahnmal. Daraufhin wurden 1990 vier kurze Abschnitte in eher abgelegenen Plätzen unter Denkmahlschutz gestellt.

Matthias Feulner's picture

Die Geschichte der Berliner Mauer bis 1990

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Berlin in vier Sektoren aufgeteilt. West-Berlin umfasste den amerikanischen, britischen und französischen Sektor, Ost-Berlin den sowjetischen Sektor. Bis zum Bau der Mauer konnten sich die Berliner innerhalb ihrer Stadt frei bewegen, das heißt, aus den drei Westsektoren unbehelligt in den Ostsektor gelangen. Im übrigen Deutschland war die Reise zwischen der Ostzone und den Westzonen allerdings ab dem 29. Oktober 1946 nur noch mit einem 30 Tage gültigen Interzonenpass möglich. Überquerte man die Grenze von West nach Ost schloss sich an den Kontrollstreifen hinter einem 500 Meter breiten Schutzstreifen eine 5 Kilometer breite Sperrzone an. Wer im Sperrgebiet wohnte, erhielt keinen Interzonenpass und durfte keinen Besuch aus Westdeutschland erhalten. Besuche aus dem restlichen Gebiet der DDR waren nur nach entsprechender Voranmeldung möglich. Veranstaltungen in diesem Gebiet mussten angemeldet und bis 22.00 Uhr beendet werden, der Aufenthalt im Freien war nur von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang erlaubt.1

Die Geschichte der „Khudai Khidmatgar“ in Afghanistan: Hoffnung gegen den Fundamentalismus?

1988: Mit unverminderter Brutalität wird der Golfkrieg zwischen dem Irak und Iran fortgesetzt. Die Präsenz der US-Flotte im persischen Golf garantiert den See- und Handelskrieg in Permanenz. Reagan verteidigt schließlich die Interessen des christlichen Abendlandes gegen die wild gewordenen islamischen „Barbaren“. Ein moderner Kreuzzug also. Und angesichts des unberechenbaren Fanatismus der Mulla regt sich hierzulande gegen die US-Kriegsschiffe im Golf und die der Bundesmarine im Mittelmeer kaum nennenswerter Protest. Vergessen wird bei diesem Kreuzzug nur allzu leicht, dass das christliche Abendland im Mittelalter, und zuweilen noch heute, eine Brutalität entwickelte die der des Schiismus im Iran in nichts nachsteht. Vergessen wird auch, dass der Schiismus nicht der ganze Islam ist und nicht alle SchiitInnen fundamentalistisch sind und unberücksichtigt bleibt drittens, dass die dem iranisch aufgezwungene westliche Zivilisation unter dem Schah erst den Widerstand aus der fundamentalistisch-islamischen Tradition schürte. Wäre eine Entwicklung des islamischen Widerstands möglich gewesen, zumal die Armee des Schahs in geradezu grandioser Weise durch Massendemonstrationen und Dienstverweigerungen gewaltfrei zersetzt wurde, bevor Khomeini kam? Diese Frage wird heute gar nicht erst gestellt, weil eine gewaltfrei-revolutionäre Bewegung im Islam schlicht unvorstellbar erscheint. Eine ebensolche hat es aber gegeben, und sie zählte zu den erfolgreichsten und radikalsten in der noch weitgehend unbekannten Geschichte weltweiter gewaltfreier Bewegungen: es ist die Bewegung der „Khudai Khidmatgar“ (übersetzt: Diener Gottes), die wegen ihrer roten Hemden als „Rothemden“, GandhianerInnen, bekannt wurden.

Marco Ryan's picture

Katholizismus in Brasilien: Die Lebendigkeit des religiösen Gefühls, Ursachen und Auswirkungen in Gesellschaft und Familie

In der Beschreibung des brasilianischen Charakters bemerkt man häufig, dass dieser von Sensibilität, Irrationalität und Religiosität geprägt ist. Die Kräfte dieses Gefühls, die stets auf die Meinungen und Verhalten des Brasilianers wirken, zerstreuen seine Interessen an sinnlichen und objektiven Bestimmungen. Um diese Aussage zu verstehen, ist es notwendig die Wurzeln Brasiliens zu kennen. Sie entstammen dem portugiesischen Teil der iberischen Halbinsel. Portugal spielte im 15. und 16. Jahrhundert bei der Etablierung neuer Handelswege und der Eroberung und Entdeckung der Länder dieser Regiong eine sehr große Rolle. Die Portugiesen gründeten Kolonien in Afrika, Amerika und Asien und sie gründeten Brasilien. Die Lebendigkeit des religiösen Gefühls in Brasilien erklärt sich daraus, dass die „Entdecker“ nicht nur im Namen der portugiesischen Krone, sondern auch in dem von der katholischen Kirche geführten Gegenreform handelten. Dieses Gefühl entwickelte sich auf unterschiedliche Weise, teils mystischer und fanatischer Art, besonders in den ärmsten Bundesländern und auf dem Land, teils dogmatischer, dessen Fall in den Großen- und Hauptstädte vorkam. Der Unterschied bestand auch in der Art, wie man die Religion behandelte, das heißt mal formal, mal zeremoniell, mal rituell.

Steffen Sameiske's picture

Neuro-Linguistisches Programmieren (NLP) – Relevanz, Entstehung, Bedeutung und Art und Weise der Wissensvermittlung

In den letzten Jahrhunderten hat sich die Weltwirtschaft stetig verändert. Der Wandel des Wirtschaftssystems, Fortschritte in Technologie, Medien und Bildung scheinen permanent die Geschwindigkeit zu erhöhen. Menschen müssen sich den neuen Bedingungen anpassen, um erfolgreich agieren zu können. Dies trifft vor allem auch in der globalisierten Wirtschaftswelt zu. Um unter globaler Konkurrenz bestehen zu können, werden betriebliche Abläufe ständig optimiert und die reibungsarme Zusammenarbeit in Unternehmen gefördert. Dies macht das Führen von Teams, Abteilungen oder ganzen Konzernen zu einer zentralen Aufgabe, der sich die „Ececutives“, die CEO’s als fähig erweisen müssen. Erkenntnisse aus der Psychologie und der Betriebswirtschaft sowie viele empirische Modelle setzen sich mit Führungseigenschaften und zwischenmenschlichen Beziehungen in der Wirtschaft auseinander. Sie halten Einzug in den privaten Bildungsmarkt und lassen hoffen, dass Führungsqualitäten und Entscheidungsprozesse offen gelegt, transparent und erlernbar werden, so auch das Neuro-Linguistische Programmieren, NLP.

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