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1894

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Die ersten europäischen Erkunder Ruandas und die deutsche Kolonialzeit

Als die ersten Erkunder des Landes 1894 Ruanda betraten und Recherchen über die „Ethnien“ Ruandas betrieben, waren sie sich nicht über deren Auswirkungen in der künftigen Kolonialzeit bewusst. Sie bereisten Afrika und berichteten als so genannte „Agenten der Zivilisation“ (so wurden die ersten Erkunder Afrikas – und damit auch Ruandas – genannt; vgl. Semujanga, 2003: 114). Schon bald versuchten sie – um ein klares, einfaches Gesellschaftsbild zu erhalten – alle Menschen in Rassen und Ethnien aufzuteilen.

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Die Bedeutung der Begriffe 'Hutu' und 'Tutsi' im Ruanda vor der Kolonialzeit

Vor der Kolonialzeit wurden die Begriffe 'Hutu' und 'Tutsi' wesentlich flexibler genutzt als es nach der Eroberung der Fall war. Zudem gibt es keine Hinweise auf eine ethnische Gruppierung innerhalb Ruandas vor 1894. Obwohl die Bezeichnungen schon vor dem „Einfall der Europäer“ im späten 19. Jahrhundert existierten, variierten ihre Bedeutungen in Raum und Zeit.

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