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  <title>Jan Gerstmann's blog</title>
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  <updated>2005-12-17T14:19:08+01:00</updated>
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    <title>Solartechnologie: Flach- und Vakuumröhrenkollektoren</title>
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    <published>2008-01-24T06:17:11+01:00</published>
    <updated>2008-01-24T06:59:33+01:00</updated>
    <author>
      <name>Jan Gerstmann</name>
    </author>
    <category term="Flachröhrenkollektoren" />
    <category term="Solartechnik" />
    <category term="Solartechnologie" />
    <category term="Vakuumröhrenkollektoren" />
    <category term="Wissen" />
    <summary type="html"><![CDATA[<h2 style="margin-left: 0cm; text-align: left; text-indent: 0cm" align="left"><a title="_Toc150598256" name="_Toc150598256"></a><a title="_Toc156016817" name="_Toc156016817"></a><span></span></h2>  <p class="MsoNormal" style="text-align: left" align="left">Folgend werden Entwicklung, Marktanteil sowie Vor- und Nachteile der Kollektoren werden genauer betrachtet, da diese in den Entscheidungsprozess zur Auswahl einfließen. Ebenso wird ein Überblick zu den Systemen der solaren Gebäudeklimatisierung gegeben und das Absorptionsprinzip erläutert.*</p>    ]]></summary>
    <content type="html"><![CDATA[<h2 style="margin-left: 0cm; text-align: left; text-indent: 0cm" align="left"><a title="_Toc150598256" name="_Toc150598256"></a><a title="_Toc156016817" name="_Toc156016817"></a><span></span></h2>  <p class="MsoNormal" style="text-align: left" align="left">Folgend werden Entwicklung, Marktanteil sowie Vor- und Nachteile der Kollektoren werden genauer betrachtet, da diese in den Entscheidungsprozess zur Auswahl einfließen. Ebenso wird ein Überblick zu den Systemen der solaren Gebäudeklimatisierung gegeben und das Absorptionsprinzip erläutert.*</p>    <h4>Der Solarkollektor</h4><p class="MsoNormal" style="text-align: left" align="left">Als Solarenergie oder Sonnenergie wird die von der Sonne durch Kernfusion [im Kern der Sonne verschmelzen Wasserstoffkerne zu Heliumkernen] erzeugte Energie bezeichnet. Dabei beträgt die Energieintensität an der Grenze der Atmosphäre etwa 1,376 kW/m², durch diverse Umwandlungsverluste treffen aber „nur“ ungefähr 1kW/m² Strahlung auf die Erdoberfläche auf. Diese Strahlung wird als Globalstrahlung bezeichnet und setzt sich hauptsächlich aus dem Direkt- und dem Diffusstrahlungsanteil zusammen. Die Globalstrahlung mit den jeweiligen Anteilen für Direkt- und Diffusstrahlung ist sehr stark von der geografischen Lage sowie von den tages- und jahreszeitlichen Schwankungen abhängig. Tiefgreifendere Grundlagen zum solaren Strahlungsangebot sowie zu physikalischen Grundlagen zur solarthermischen Wärmenutzung werden in dieser Arbeit nicht genauer erörtert [vgl. Kaltschmitt, Wiese 1995).</p>  <h3 style="margin-left: 0cm; text-align: left; text-indent: 0cm" align="left"><a title="_Toc150598257" name="_Toc150598257"></a><a title="_Toc156016818" name="_Toc156016818"></a><span></span></h3>          <p class="Abbildung" style="text-align: left" align="left">Der Sonnenkollektor als wichtigste Komponente aller solarthermischen Systeme wandelt die auftreffende elektromagnetische Sonnenenergie in Wärme um. Mit einem Kostenanteil von üblicherweise 25 - 35% der Gesamtinvestitionen ist der Kollektor das kostspieligste Bauteil einer solchen Anlage. Die wichtigsten Sonnenkollektoren sind in Bild 2.1-1 abgebildet. Die verschiedenen Bauarten unterscheiden sich deutlich in Leistungsfähigkeit und Preis. Für Temperaturen bis 30°C werden die unverglasten Schwimmbadabsorber eingesetzt. Für den Niedrigtemperaturbereich bis 80°C zur Warmwasserbereitung, Heizungsunterstützung und z.T. zur solar unterstützten Klimatisierung sind Flach- und Vakuumröhrenkollektoren geeignet, daher werden diese anschließend gründlicher betrachtet [vgl. Bild <span><span>2.1</span></span>‑7 Wirkungsgradkennlinien von Kollektoren]. Der Einsatz von Kollektoren zur solaren Kühlung hat einen wesentlichen Vorteil gegenüber der solaren Nutzung zur Trinkwarmwasserbereitung [TWW] und Heizungsunterstützung [HU]. Der Vorteil ist die nahezu zeitgleiche Übereinstimmung von solarem Angebot und Kühlung. Dieser Vorteil generiert eine bessere Ausnutzung der Solaranlage und reduziert die Stillstandszeiten [Verdampfungsschutz].</p><p class="Abbildung" style="text-align: left" align="left">Bild 2.1‑1 Übersicht verschiedener Kollektorbauarten und deren<br />Anwendung (vgl. DGS; 2004: 4-6)</p>  <h4 style="margin-left: 0cm; text-align: left; text-indent: 0cm" align="left"><a title="_Toc150598258" name="_Toc150598258"></a><a title="_Toc156016819" name="_Toc156016819"></a><span></span></h4>  <h4>Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten</h4><p class="MsoNormal" style="text-align: left" align="left">Durch aktive Forschungs- und Entwicklungsarbeit konnte die Effektivität und Zuverlässigkeit der heutigen Solarkollektoren erheblich verbessert werden. Durch die Steigerung der Leistungsfähigkeit und die Zunahme von Solaranlagen, die neben der WWB auch zur HU eingesetzt werden, wird insbesondere in den Sommermonaten das Auftreten von Anlagenstillstand gefördert. Dies kann dazu führen, dass es zur Verdampfung der Wärmeträgerflüssigkeit kommt. Dieses wiederum kann zur vorzeitigen Alterung oder Beschädigung von temperaturempfindlichen Komponenten wie beispielsweise Pumpe und Ausdehnungsgefäß führen. Die Gefahr der Verdampfung bei Solaranlagen zur Heizungsunterstützung verlangt für die Zukunft mehr Kenntnisse zur Beherrschung des Stillstandsbetriebes. Eine weitere Steigerung der Effektivität wird nur unter Beachtung des Stillstandsverhaltens angestrebt. Das vom Bundesumweltministerium geförderte Verbundprojekt „Systemuntersuchungen großer solarthermischer Kombianlagen (vgl. Solarkombianlagen Abruf 21.11.2006)“ widmet sich dieser Problematik.</p>          <p class="Abbildung" style="text-align: left" align="left">Künftige Forschungsaktivitäten müssen außerdem auf Kostensenkungspotenziale gerichtet werden. Zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit von solarthermischen Anlagen müssen hauptsächlich die Produktionskosten durch z.B. weitere Automatisierung und größere Fertigungskapazitäten gesenkt werden. Eine andere Chance zur Kostensenkung von Solaranlagen bietet die gestalterische Integration des Kollektors in Fassade und/oder Dach. Dadurch kann der Kollektor zur Reduzierung der Wärmeverluste eines Gebäudes gerade bei schwacher Strahlung im Winter beitragen. Bei Systemen mit hohem solaren Deckungsanteil ist die Variante „Fassadenintegration“ besonders attraktiv, weil eine bessere Anpassung an den jahreszeitlichen Verlauf der Sonneneinstrahlung [Neigungswinkel] auf die Kollektoren über die Heizperiode möglich wird. Somit kommt es seltener zu Stillstandsbetrieb als bei Dachintegration von Kollektoren. </p><p class="MsoNormal" style="text-align: left" align="left"><img src="/system/files/images/image004.gif" /><br />Bild 2.1‑2 Entwicklung des Kollektormarktes in Deutschland von 1992 bis 2004 (vgl. BSI: 2005) </p><p class="MsoNormal" style="text-align: left" align="left">Das Bild 2.1-2 zeigt die Entwicklung des deutschen Kollektormarktes von 1992 bis zum Jahr 2004, dabei ist zu erkennen, dass seit der Einführung des Marktanreizprogramm zur Förderung Erneuerbarer Energien im Jahr 1999 der Absatz besonders gestiegen ist. Die Negativentwicklung im Jahr 2002 ist auf die Kürzung der Förderfestbeträge im Juli 2001 zurückzuführen. Trotzdem hat die Akzeptanz und das Interesse der Bürger an der Nutzung von Sonnenenergie zur TWW und HU hat in der letzten Jahren kontinuierlich zugenommen, 2005 wurde eine überproportionale Absatzentwicklung (vgl. Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. 2005) verzeichnet, bei gleichzeitiger Zunahme von größeren und somit leistungsfähigeren Solaranlagen.</p>  <h4 style="margin-left: 0cm; text-align: left; text-indent: 0cm" align="left"><a title="_Toc150598259" name="_Toc150598259"></a><a title="_Toc156016820" name="_Toc156016820"></a><span></span></h4>  <h4>Flachkollektor</h4><p class="MsoNormal" style="text-align: left" align="left">Besonders die Leistungsfähigkeit von Flachkollektoren [FK] konnte in den letzten 25 Jahren gesteigert werden. So waren Anfang der achtziger Jahre die verwendeten Absorberbeschichtungen meist nicht selektiv. Die transparente Abdeckung bestand häufig aus Kunststoffmaterialien. Die heute üblichen Absorber für FK werden z.B. mit Schwarzchrom oder Schwarznickel beschichtet. Für die Abdeckungen werden Klarglas oder Antireflexglas verwendet. Neben Absorbern aus Kupferblech werden seit kurzem Aluminiumblechabsorber eingesetzt.</p>  <p class="MsoNormal" style="text-align: left" align="left">Der Flachkollektor besteht im Wesentlichen aus Kollektorgehäuse, Absorber, Wärmedämmung und transparenter Abdeckung. Grob betrachtet hat sich der Aufbau der Kollektoren in den letzten 20 Jahren kaum verändert, hinsichtlich Leistungsfähigkeit, Fertigungsverfahren und Kollektorgröße wurden jedoch enorme Fortschritte erzielt.<span>     </span>Der Markt für Flachkollektoren ist seit der Einführung stark gewachsen. Im Jahr 2003 waren in Deutschland ca. 260 verschiedene Modelle (vgl. Solarpraxis AG 2003) erhältlich. Die Güte dieser Vielzahl von Kollektoren ist sehr unterschiedlich, so variieren beispielsweise die optischen Wirkungsgradwerte zwischen 0,67 und 0,937. Zur Auswahl von Flachkollektoren werden neben dem Wirkungsgrad die nachfolgenden Qualitätskennwerte empfohlen.</p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">optischer Wirkungsgrad </span><span style="font-size: 12pt; line-height: 110%; font-family: Symbol">h<sub>o</sub></span> &gt; 0,8</p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">k<sub>eff</sub> –Wert </span><span style="font-family: Symbol"><span>£</span></span> 3,5 W/(m<sup>2</sup> K); k<sub>eff</sub>= c<sub>1</sub>+ c<sub>2</sub> (t<sub>m</sub>- t<sub>a</sub>)<a href="#_ftn1" title="_ftnref1" name="_ftnref1"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size: 10pt; line-height: 110%"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size: 10pt; line-height: 110%; font-family: 'Palatino Linotype'">[1]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a></p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">Erfahrungen, Bekanntheitsgrad der Anbieter bzw. Hersteller</span></p>  <p class="MsoNormal" style="text-align: left" align="left"><u>FK besitzen gegenüber Vakuumröhrenkollektoren Vor- [+] und Nachteile [-]. Diese sind:<o:p></o:p></u></p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">besseres Preisleistungsverhältnis [+]</span></p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">thermische Belastung im Stillstandsfall ist geringer [+]</span></p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">FK ist für die Dach –und Fassadenintegration geeignet [+]</span></p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">FK hat einen geringeren Wirkungsgrad durch höhere c<sub>1</sub> -und c<sub>2</sub> – Werte [-]</span></p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">ist für die Erzeugung höherer Temperaturen eingeschränkt geeignet [-]</span></p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">FK hat bei gleicher Leistung einen höheren Flächenbedarf [-]</span></p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">der Transport auf das Dach ist aufwändiger [-]</span></p>  <h4 style="margin-left: 0cm; text-align: left; text-indent: 0cm" align="left"><a title="_Toc150598260" name="_Toc150598260"></a><a title="_Toc156016821" name="_Toc156016821"></a><span>Vakuumkollektor</span></h4>    <p class="MsoNormal" style="text-align: left" align="left">Allen Vakuumkollektoren gemeinsam ist die Reduzierung der thermischen, in erster Linie konvektiven Verluste im Kollektor durch Erzeugung eines Vakuums. Die Strahlungsverluste werden durch das Vakuum nicht beeinflusst, wie bei FK werden diese durch Aufbringen von hochselektiven Beschichtungen wie PVD [<span style="font-size: 10pt; line-height: 110%">Physical Vapor Deposition</span>] oder CVD [<span style="font-size: 10pt; line-height: 110%">Chemical Vapour Deposition]</span> minimiert. Dies bringt eine weitere Leistungssteigerung gegen über FK. Vakuumkollektoren werden in unterschiedlichen Bauformen hergestellt. Das sind zum einen die direkt durchströmten Vakuumröhrenkollektoren und zum anderen Heatpipe- Vakuumröhrenkollektoren.</p>      <p class="Abbildung" style="text-align: left" align="left"><u>Vakuumröhrenkollektor:<br /> </u>Bei VRK wird der in der Glasröhre eingeschlossene Raum auf unter 10<sup>-2</sup> bar evakuiert. Dadurch werden die konvektiven Verluste begrenzt. Bei einem Unterdruck von 10<sup>-6</sup> bar werden auch die Verluste durch Wärmeleitung unterbunden. Die Strahlungsverluste lassen sich durch die Erzeugung eines Vakuums nicht reduzieren, da für den Transport von Strahlung kein Medium notwendig ist. Sie lassen sich aber wie auch bei FK durch Selektivbeschichtungen minimieren.</p><p class="Abbildung" style="text-align: left" align="left"><a href="/images/2008/direkt_durchstromter_vkr_vitosol_200_viessmann"><img src="/system/files/images/image005.preview.jpg" /></a><br />Bild 2.1‑3 direkt durchströmter VKR (Vitosol 200 Viessmann) </p>  <p class="MsoNormal" style="text-align: left" align="left">VRK sind in den folgenden drei verschiedenen Typen auf dem Markt erhältlich, für genauere Beschreibung der Bauform siehe (Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie 2004).</p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">in evakuierter Glasröhre liegender Absorberstreifen</span></p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">Sydneykollektor mit außen liegendem Reflektor [CPC]</span></p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">Glas-in-Glas-Rohr mit innenliegendem Reflektor</span></p>  <p class="MsoNormal" style="text-align: left" align="left">Als eine Variante ist im Bild <span><span>2.1</span></span>‑3 der direkt durchströmter Vakuumröhrenkollektor <span style="line-height: 110%">im</span> Schnitt dargestellt. Bei dieser Bauform wird der Wärmeträger über ein Koaxial-Wärmetauscherrohr bis zum Boden des Glaskolbens geführt. Dort fließt er im Gegenstrom zurück und nimmt dabei die Wärme vom hochselektiven Absorber auf.</p>  <p class="MsoNormal" style="text-align: left" align="left"><u>Heatpipe-Vakuum-Röhrenkollektor:<br /> </u>Das Bild 2.1-4 zeigt den Schnitt eines Vakuum-Röhrenkollektor nach dem Heatpipeprinzip. Wie auch beim direkt durchströmten VRK wird ein hoch selektiv beschichteter Absorberstreifen in eine Vakuumröhre integriert. Der Absorberstreifen wird mit einer Heatpipe [Wärmerohr] metallisch wärmeleitend mit dem Absorber verbunden. Das Wärmerohr ist mit Alkohol oder Wasser im Unterdruck gefüllt, welches schon ab einer Temperatur von 25°C verdampft. Der so entstandene Dampf steigt zum oberen Ende des Wärmerohres auf und gibt dort durch Kondensation an einem Wärmetauscher die Wärme an die vorbeiströmende Wärmeträgerflüssigkeit ab. Bei der Montage ist auf einen Mindestneigungswinkel von 25° zu achten, da sonst die Wärmeträgerflüssigkeit nicht zirkulieren kann.</p>  <p class="MsoNormal" style="text-align: left" align="left"><u>Auswahlkriterien für VRK:<o:p></o:p></u></p>  <p class="MsoNormal" style="margin-top: 0cm; text-align: left" align="left">Im Jahr 2003 wurden bereits 66 verschiedene Vakuumröhrenkollektoren in Deutschland vertrieben. Die Wirkungsgrade bei diesen Typen variierten von 0,421 bis 0,813 (vgl. Solarpraxis AG 2003). Die anschließenden Gütekennwerte dienen als Kriterien zur Wahl von VRK.</p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">optischer Wirkungsgrad </span><span style="font-size: 12pt; line-height: 110%; font-family: Symbol">h<sub>o</sub></span> &gt; 0,6 bis 0,8</p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">k<sub>eff</sub> –Wert </span><span style="font-family: Symbol"><span>£</span></span> 1,5 W/(m<sup>2</sup> K)</p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">Stagnationstemperatur:</span></p>  <p class="MsoListBullet2" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Symbol"><span>·<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">         </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">Heatpipe- Kollektoren 130 bis 150°C</span></p>  <p class="MsoListBullet2" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Symbol"><span>·<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">         </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">durchströmte Vakuumröhrenkollektoren</span></p>  <p class="MsoListBullet3" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Symbol"><span>·<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">    </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">ohne Reflektor 190 bis 270°C</span></p>      <p class="Abbildung" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Symbol"><span>·<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">    </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">mit Reflektor<span>     </span>270 bis 350°C</span></p><p class="Abbildung" style="text-align: left" align="left"><a href="/images/2008/heatpipe_vkr_vitosol_300_viessmann"><img src="/system/files/images/image007.preview.jpg" height="162" width="380" /></a><br />Bild 2.1‑4 Heatpipe - VKR (Vitosol 300 Viessmann) </p>  <p class="MsoNormal" style="text-align: left" align="left"><u>Vor- [+] und Nacheile [-] von Vakuumröhren- gegenüber Flachkollektoren:<o:p></o:p></u></p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">VRK erreicht einen höheren Wirkungsgrad bei höheren Temperaturen zwischen Absorber und Umgebung [z.B. im Sommer] [+]</span></p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">haben einen geringeren Flächenbedarf bei gleichem Ertrag [+]</span></p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">erzielen einen höheren Wirkungsgrad bei niedrigeren Einstrahlungen [+]</span></p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">unterstützt die Heizung effektiver [+]</span></p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">erreichen höhere Temperaturen [+]</span></p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">lassen sich leichter zum Aufstellort transportieren [Röhren einzeln] [+]</span></p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">können als direkt durchströmte Röhre horizontal auf ein Flachdach montiert werden, [+]</span></p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">haben ein schlechteres Preis/Leistungsverhältnis [-]</span></p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">in der Regel nicht für die Innendachmontage einsetzbar [-]</span></p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">Horizontalmontage bei Heatpipe-Systeme nicht möglich [Neigung mind. 25°] [-]</span></p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">durch die hohen Stillstandstemperaturen bei Dachheizzentralen ohne besondere Maßnahmen zum Schutz des MAG</span><a href="#_ftn2" title="_ftnref2" name="_ftnref2"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size: 10pt; line-height: 110%"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size: 10pt; line-height: 110%; font-family: 'Palatino Linotype'">[2]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a> [Vorschaltgefäß, Kühler] nicht zu empfehlen [-]</p>  <h4 style="text-align: left" align="left"><a title="_Toc150598261" name="_Toc150598261"></a><a title="_Toc156016822" name="_Toc156016822"></a><span><!--[if !supportLists]--><span><span><span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal"></span></span></span><span dir="ltr"></span></span></h4>  <h4>Kollektorkreiskomponenten</h4><p class="MsoNormal" style="text-align: left" align="left">Für den Betrieb einer solarthermische Anlage werden neben den Kollektoren weitere Komponenten notwendig. Die bedeutsamsten Komponenten werden an dieser Stelle erwähnt, jedoch nicht genauer beschrieben.</p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">Puffer- und Solarspeicher</span></p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">Externer Wärmetauscher</span></p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">Membranausdehnungsgefäß</span></p>  <p class="MsoListBullet" style="text-align: left" align="left"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Arial"><span>−<span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">Sicherheitsventil und Sicherheitstemperaturbegrenzer</span></p>  <span style="font-size: 12pt; line-height: 110%; font-family: Arial"><br style="page-break-before: always" clear="all" /> </span>  <h4 style="text-align: left" align="left"><a title="_Toc156016823" name="_Toc156016823"></a><a title="_Toc150598262" name="_Toc150598262"></a><span><!--[if !supportLists]--><span><span><span style="font-family: 'Times New Roman'; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal"></span></span></span><!--[endif]--><span dir="ltr">Allgemeine Kollektorbewertungskriterien</span></span></h4>  <p class="MsoNormal" style="text-align: left" align="left"><u>Kollektorwirkungsgrad:<br /> </u>Der Wirkungsgrad eines Kollektors wird als Verhältnis von nutzbarer Wärmeleistung [q<sub>N</sub>] zu eingestrahlter Sonnenenergie [G] definiert. Je höher die Temperaturdifferenz. bei gleicher Einstrahlung [max. 1000 W/m²] zwischen Absorber und Außenluft ist, desto höher ist der Wirkungsgrad. Der Wirkungsgrad wird weiterhin durch die Bauart des Kollektors beeinflusst: Durch die optischen Verluste [<span style="font-family: Symbol"><span>h</span></span><sub>o</sub>] und die thermischen Verluste [k<sub>eff</sub>- Wert oder c<sub>1</sub> und c<sub>2</sub><a href="#_ftn3" title="_ftnref3" name="_ftnref3"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size: 10pt; line-height: 110%"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size: 10pt; line-height: 110%; font-family: 'Palatino Linotype'">[3]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a>]. Dabei ergibt sich Eta 0 aus dem Transmissionsgrad des Glases <span style="font-family: Symbol"><span>t</span></span> [Tau] und dem Absorptionsgrad des Absorbers <span style="font-family: Symbol"><span>a</span></span>.</p>  <p class="MsoNormal" style="margin-top: 0cm; text-align: left" align="left">Der thermische Wirkungsgrad wird aus der Temperaturdifferenz [<span style="font-family: Symbol"><span>D</span></span>T] zwischen mittlerer Absorbertemperatur [t<sub>m</sub>] und Umgebungslufttemperatur [t<sub>a</sub>] bestimmt.</p>  <p class="MsoNormal" style="text-align: left" align="left">Die Wirkungsgrad- Kennliniengleichung [Gl. 2.1] für Kollektoren ist im Bild 2.1-5 beispielhaft dargestellt. Dabei wird die Abhängigkeit von der Einstrahlung und der Temperaturdifferenz zwischen Absorber und Außenluft gezeigt.</p>    <p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; text-align: left" align="left">Die thermischen Verluste von Kollektoren nehmen bei höheren Temperaturen des Absorbers nicht mehr linear zur Temperaturdifferenz [<span style="font-family: Symbol"><span>D</span></span>T] zu, sondern sie ändern sich quadratisch [c<sub>2</sub>] auf Grund stärkerer Wärmeabstrahlung.</p>  <p class="Abbildung" style="margin-bottom: 0.0001pt; text-align: left; line-height: 130%; page-break-after: auto" align="left"><!--[if gte vml 1]><v:shape  id="_x0000_i1030" type="#_x0000_t75" style='width:4in;height:228.75pt'>  <v:imagedata src="file:///C:\DOKUME~1\tsinghua\LOKALE~1\Temp\msohtml1\01\clip_image011.jpg"   o:title="Kollektorwirkungsgradkennlinien_DGS_061102"/> </v:shape><![endif]--><!--[if !vml]--><br /><a href="/images/2008/temperaturdifferenz_zwischen_kollektor_und_umgebungstemperatur"><img src="/system/files/images/image011.preview.jpg" /></a><br /><!--[endif]--></p>  <p class="Abbildung" style="margin-bottom: 0.0001pt; text-align: left; line-height: 130%; page-break-after: auto" align="left"><a title="_Toc155694302" name="_Toc155694302"></a>Bild 2.1‑5 Wirkungsgradkennlinien der verschiedenen Kollektorarten und ihre<br />Einsatzbereiche <a title="_Toc155694302" name="_Toc155694302"></a><a href="#_ftn4" title="_ftnref4" name="_ftnref4"><span><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size: 10pt; line-height: 130%"><span><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size: 10pt; line-height: 110%; font-family: Arial">[4]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></span></a><span> (vgl. DGS; 2004: 4-29)</span></p><p class="Abbildung" style="margin-bottom: 0.0001pt; text-align: left; line-height: 130%; page-break-after: auto" align="left">&nbsp;</p>  <p class="MsoNormal" style="text-align: left" align="left"><u>Solarer Deckungsanteil und Systemnutzungsgrad:<o:p></o:p></u></p>  <p class="MsoNormal" style="margin-top: 0cm; text-align: left" align="left">Bei der Auslegung von Solaranlagen sind solarer Deckungsanteil [SD] und Systemnutzungsgrad [SN] entscheidende Größen, dieser wird aus dem Verhältnis von Wärmebedarf und Kollektorfläche bestimmt. Die Größen SD und SN verhalten sich divergent zu einander. Mit steigender Absorberfläche nimmt der SN ab und der SD zu, bei gleicher Speichergröße. Im Bild 2.1-6 ist dieser Zusammenhang grafisch dargestellt.</p>Der solare Deckungsanteil ist als Verhältnis von solarem Wärmeertrag zum Gesamtwärmebedarf definiert [vgl. Gl.2.2]. Je höher der SD ist, desto weniger fossile Energie muss für die Nachheizung aufgebracht werden. Bei Anlagen, die „nur“ zur Warmwasserbereitung eingesetzt werden, sollte aus wirtschaftlicher Sicht [Mehrkosten] und zum Schutz der Anlage vor thermischen Belastungen [Stagnation im Sommer] auf eine Überdimensionierung verzichtet werden. Ein wirtschaftlich optimales System hat in den sonnenreichen Monaten [Deutschland: Mai bis August] einen SD- Anteil von 100% und erreicht somit im Jahresmittel 60%. Wird ein System auch für die solare Heizungsunterstützung ausgelegt, so kann dies nur mittels Vergrößerung der Kollektorfläche verwirklicht werden. Für diese Anwendung müssen Speicher [Kombi- oder Pufferspeicher] eingesetzt werden, die für eine thermischen Beladung bis 90°C geeignet sind.<br /><br /><br />Bild 2.1‑6 Solarer Deckungsgrad und Systemnutzungsgrad in Abhängigkeit der<br />Absorberfläche (vgl: DGS; 2004: 5-18)<br /><br />Der Systemnutzungsgrad beschreibt, wie effizient eine Solaranlage ist und wird als Verhältnis von solarem Wärmeertrag zur Globalstrahlung auf die Absorberfläche definiert. Der SN wird für einen bestimmten Zeitraum, i.d.R. für ein Jahr [vgl. Gl.2.3] ermittelt. Der SN kann bei bekannter Absorberfläche, bekannter Einstrahlung und gemessenem solarem Wärmeertrag bestimmt werden.<br /><br />Die besten SN werden mit so genannten Vorwärmanlagen erzielt. Das sind Anlagen, die TWW auf Temperaturen von 35°C vorwärmen, wobei immer eine Nachheizung erforderlich wird. Typische SN für diese Anlagen mit kleiner dimensionierten Kollektorflächen [0,3m²/50l TWW 60°C] liegen im Bereich von SN= 55.<br /><br /> <br /><br /><p class="MsoNormal" style="text-align: left" align="left"><o:p> </o:p></p>  <div><!--[if !supportFootnotes]-->* Die Komponenten einer solarthermischen Anlage wie Ausdehnungsgefäß, Speicher und Regelung werden hier nicht behandelt. Dieser Abschnitt beschreibt Flach- und Vakuumröhrenkollektoren. Dabei wird auf eine genaue Funktions- und Komponentenbeschreibung verzichtet, diese kann der Literatur entnommen werden (vgl. Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. 2004).  <hr align="left" size="1" width="33%" />  <!--[endif]-->  <div id="ftn1">  <p class="MsoFootnoteText"><a href="#_ftnref1" title="_ftn1" name="_ftn1"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size: 10pt; line-height: 110%; font-family: Arial">[1]</span></span><!--[endif]--></span></span></a><span>    </span>c<sub>1</sub>- linearer und c<sub>2</sub>- quadratischer Wärmeverlustkoeffizient [W/(m<sup>2</sup> K)]; t<sub>m</sub>- mittlere Absorbertemperatur; t<sub>a</sub>- Umgebungstemperatur [°C]</p>  </div>  <div id="ftn2">  <p class="MsoFootnoteText"><a href="#_ftnref2" title="_ftn2" name="_ftn2"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size: 10pt; line-height: 110%; font-family: Arial">[2]</span></span><!--[endif]--></span></span></a><span>    </span>Membranausdehnungsgefäß</p>  </div>  <div id="ftn3">  <p class="MsoFootnoteText"><a href="#_ftnref3" title="_ftn3" name="_ftn3"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size: 10pt; line-height: 110%; font-family: Arial">[3]</span></span><!--[endif]--></span></span></a> effektiver Wärmeverlustkoeffizient, c<sub>1</sub>- linearer und c<sub>2</sub>- quadratischer Wärmeverlustkoeffizient ist ein Maß für den Wärmestrom, bei einem Delta von ein Kelvin durch ein m² großes Bauteil [W/(m²*K)]</p>  </div>  <div id="ftn4">  <p class="MsoFootnoteText"><a href="#_ftnref4" title="_ftn4" name="_ftn4"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size: 10pt; line-height: 110%; font-family: Arial">[4]</span></span><!--[endif]--></span></span></a><span>  </span>vgl. folgende Beiträge</p>  </div>  </div>    ]]></content>
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    <title>Entwicklung und Struktur der globalen und deutschen Energiemärkte</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.perspektive89.com/2008/entwicklung_und_struktur_der_globalen_und_deutschen_energiemarkte" />
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    <published>2008-01-18T11:38:28+01:00</published>
    <updated>2008-01-18T12:02:20+01:00</updated>
    <author>
      <name>Jan Gerstmann</name>
    </author>
    <category term="Energiebedarf" />
    <category term="Energiemarkt" />
    <category term="Energieverbrauch" />
    <category term="Erderwärmung" />
    <category term="Gesellschaft" />
    <category term="Kyoto-Protokoll" />
    <category term="Technik" />
    <category term="Treibhausgase" />
    <category term="Wissen" />
    <summary type="html"><![CDATA[<p>Dieser Beitrag fasst die Entwicklung der globalen und deutschen Energiemärkte in den letzten Jahrzehnten zusammen. Für Deutschland werden die beiden wichtigsten Verbrauchssektoren für Wärme, Kälte und Prozesswärme, die privaten Haushalte sowie der Gewerbe-; Handel- und Dienstleistungssektor [GHD] untersucht. Diese bieten ein bedeutendes Potenzial zur durch das Kyoto-Protokoll geforderten Reduzierung von Treibhausgasemissionen<sup><font size="2"><a href="#sdfootnote1sym" title="sdfootnote1anc" class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote1anc"><sup>1</sup></a></font></sup>.    ]]></summary>
    <content type="html"><![CDATA[<p>Dieser Beitrag fasst die Entwicklung der globalen und deutschen Energiemärkte in den letzten Jahrzehnten zusammen. Für Deutschland werden die beiden wichtigsten Verbrauchssektoren für Wärme, Kälte und Prozesswärme, die privaten Haushalte sowie der Gewerbe-; Handel- und Dienstleistungssektor [GHD] untersucht. Diese bieten ein bedeutendes Potenzial zur durch das Kyoto-Protokoll geforderten Reduzierung von Treibhausgasemissionen<sup><font size="2"><a href="#sdfootnote1sym" title="sdfootnote1anc" class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote1anc"><sup>1</sup></a></font></sup>. Das Treibhausgas Kohlendioxid trägt erheblich zur globalen Erderwärmung bei. 	 </p><p>In den letzten drei Jahrzehnten hat sich der weltweite Primärenergieverbrauch [PEV],  mehr als verdoppelt [70%]. Damit verbunden sind auch die CO<sub>2</sub>- Emissionen gestiegen, diese können in erster Näherung als proportional zum PEV angenommen werden. Im Zeitraum von 1990 bis 2004 stieg der weltweite CO<sub>2</sub>-Ausstoß um 26% (vgl. BMWi 2006). Nach Schätzungen der Internationalen Energieagentur [IEA] wird dieser Trend weiter anhalten. Demnach steigt der globale Primärenergiebedarf bis 2020 um rund ein Drittel, wenn keine entsprechenden Gegenmaßnahmen getroffen werden. Derzeit werden etwa 87% des globalen Energiebedarfs mit fossilen Energieträgern gedeckt, die wichtigsten Energieträger sind dabei Öl [36%], Kohle [27%] und Gas [24%]. Der Anteil der regenerativen Energien wie Sonne, Wind und Geothermie beträgt nur 0,5% des Weltprimärenergieverbrauchs.</p><div id="sdfootnote1"><div id="sdfootnote1"> <font face="Arial, Arial, sans-serif"><img src="/system/files/images/beitrag-1_html_2391c577.gif" /><br />Bild <span>1.2</span> 1 Struktur des Primärenergieverbrauchs in Deutschland 2005 (vgl. BMU: 05/2006).</font></div><div id="sdfootnote1"> </div><div id="sdfootnote1">Der deutsche Primär- und Endenergieverbrauch ist seit vielen Jahren stabil bzw. sinkt sogar leicht. Die Verteilung des PEV auf die verschieden Energieträger ist im Bild 1.2-1 dargestellt. Für die nächsten Jahre wird erwartet, dass Erdgas an Bedeutung gewinnt, während  der Anteil des Öls abnimmt. Für die Wärmeerzeugung wird Erdgas somit der Energieträger Nr. 1<font color="#0000ff">.</font></div><div id="sdfootnote1"> </div> <p style="margin-top: 0.21cm">Der Endenergieverbrauch [EEV] verteilt sich auf folgende Energieträger: Kraftstoffe 28,4%; Gas 27,6%; elektrische Energie 19,5%; Heizöl 13,6%; feste Brennstoffe 7,2% und Fernwärme 3,6%. Der EEV beträgt in Deutschland etwa 65% des PEV, die Verluste dieser Stufe entfallen vorwiegend auf den Umwandlungsteil. Der energetische Nutzungsgrad für die zweite Umwandlungsstufe Endenergie in Nutzenergie (vgl. Geiger, Nickel, Wittke 2005) beträgt für Haushalte 71,5%, für Gewerbe Handel Dienstleitung [GHD] 61,3%.	Mehr als ein Drittel des Endenergieverbrauch, siehe Bild 1.2-2 entfallen auf den Sektor Haushalte. Dieser Sektor ist damit vor Verkehr und GHD der größte einzelne Verbrauchsbereich. Aufgeteilt nach Anwendungsarten ergibt sich für den Bereich Raumheizung ein Anteil von 32,7% am gesamten EEV. Folglich kann im Bereich Haushalte und GHD durch Effizienzsteigerungen eine erhebliche Einsparung an Primärenergie generiert werden.</p><div id="sdfootnote1">  <font face="Arial, Arial, sans-serif">Bild <span>1.2</span> 2 Aufteilung des Energieverbrauchs auf Verbrauchssektoren und Bedarfsarten in Deutschland 2003 (vgl. Geiger B.; Nickel M.; Wittke, F: 02/2005)</font></div><div id="sdfootnote1"> </div><h2>Sektor Haushalte<br /></h2><p style="margin-bottom: 0cm">&nbsp;</p><p style="margin-bottom: 0cm">Weit über 80% der in diesem Bereich eingesetzten Energie stammt aus fossilen Energieträgern, insbesondere aus Erdgas [42%] und Erdöl [37%].</p>   <div align="left">Die Entwicklung des Bereichs Raumwärme im Sektor Haushalte war in den letzten 30 Jahren im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass der spezifische Verbrauch von 400 kWh/m²a in den Siebziger Jahren auf heute 170 kWh/m²a erheblich gesenkt werden konnte. Dennoch hat der Anteil der Haushalte am Endenergieverbrauch deutlich zugenommen [1960: 21,3%; 2003: 30,1% ]. Der Anteil für Raumwärme beträgt dabei 76%, siehe Bild 1.2-3. Diese Entwicklung ist auf die stetig steigenden Komfort- und Flächenansprüche zurückzuführen.<br /></div></div><div id="sdfootnote1"> </div><div id="sdfootnote1"> </div><div id="sdfootnote1"><font face="Arial, Arial, sans-serif">Bild <span>1.2</span> 3 Endenergieverbrauch der Privaten Haushalte nach Verwendungszwecken im Jahr 2000 (vgl. Deutscher Bundestag: 2000)</font></div><div id="sdfootnote1"> </div><div id="sdfootnote1"><p style="margin-bottom: 0cm">Werden keine Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs getroffen, wie dies im Ansatz durch die Einführung der EnEV [Niedrigenergiehaus: ca. 70 kWh/m²a] bereits erfolgt ist, wird sich der Trend des steigenden Energieverbrauchs weiter fortsetzen. Das Bild 1.2-4 zeigt die Entwicklung des Heizenergiebedarfs von 1955 bis heute [Passivhaus], dabei ist deutlich zu erkennen, dass ein immer größerer Anteil des Heizwärmebedarfs auf den Lüftungswärmebedarf entfällt, was im wesentlichen auf die verbesserten Wärmdämmstandards zurückzuführen ist. Daraus ergeben sich neue Anforderungen für die eingesetzten Heizsysteme [z.B. Kombination Flächenheizung und Abluftanlage mit WRG], welche an dieser Stelle nicht weiter betrachtet werden. Für die Zukunft wird erwartet, dass trotz weiter steigender Wohnfläche [bis zum Jahr 2030 um rund ein Drittel 8vgl. Energiewirtschaftliches Institut Universität Köln; Prognos AG 2005) im Vergleich zu 2002] der Energieverbrauch durch Gebäudesanierung und Effizienzsteigerungen der Heizanlagen ca. 17% geringer ausfallen wird [Vergleich 2002 zu 2030].</p> <p style="margin-bottom: 0cm">Die Kühlung von Gebäuden hat im Sektor Haushalte bisher kaum Einfluss auf den EEV, dennoch wird für die Zukunft eine Zunahme durch wachsende Komfortansprüche erwartet. Das sieht man besonders an Industrieländern wie Japan und den USA, in denen Klimaanlagen und Kühlung schon wesentlich stärker verbreitet sind. Dennoch bleibt abzuwarten, inwieweit der Endverbraucher durch die weiter steigenden Energiepreise in der Lage ist, sich diesen Luxus leisten zu können.</p> <p style="margin-top: 0.21cm">Erst durch den weiter sinkenden Energiebedarf können Technologien wie die der Wärmepumpe und Solarthermie zum wirtschaftlichen Einsatz kommen.</p><p style="margin-top: 0.21cm"><font face="Arial, Arial, sans-serif">Bild <span>1.2</span> 4 Entwicklung Heizenergiebedarf von Gebäuden mit unterschiedlichen Wärmedämmstandards aufgeteilt in Transmissions- und Lüftungswärmeverlusten<br />(Diagramm erstellt aus Datenquelle; vgl. <a href="http://www.bine.info" title="http://www.bine.info">http://www.bine.info</a> Abruf: 08/2006)</font> </p> <p style="margin-top: 0.21cm; margin-bottom: 0cm; line-height: 110%; page-break-after: auto" align="center">&nbsp;</p> <h2> Gewerbe, Handel, Dienstleistung</h2><div id="sdfootnote1"><br />Der Sektor Gewerbe, Handel, Dienstleitung [GHD] ist sehr heterogen strukturiert, dazu zählen Baugewerbe, Handel- und Dienstleistungen. Fast die Hälfte der Energie wird für Heiz- und Prozesswärme aufgewendet. Im Hinblick auf Effizienzsteigerungen mittels der geplanten Anlagentechnik ist dieser Sektor besonders interessant. Oft kommt es zur zeitgleichen Anforderung nach Wärme und Kälte, so wird z.B. während der Heizperiode in Bürogebäuden immer öfter eine ganzjährige Kälteleistung zur Kühlung von Serverräumen notwendig.<br /><br /><img src="/system/files/images/beitrag-1_html_m1b6831e9.gif" /><br />Bild 1.2 5 Endenergieverbrauch Sektor GHD nach Verwendungszwecken 1995 – 2030 (vgl. BMWA: 05/2005)</div><div id="sdfootnote1"><br />In den letzten Jahren ist im Bereich der Raumheizwärme eine kontinuierliche Abnahme des Verbrauchs zu verzeichnen, für die Zukunft wird sich diese Tendenz fortsetzen [vgl. Bild 1.2-5]. Die Einsparungen sind im Wesentlichen, wie auch im Sektor Haushalte, auf Dämmmaßnahmen und effizientere Technologien zurückzuführen. Dem Bild 1.2-5 ist weiter zu entnehmen, dass der Bereich der Prozesswärme, welch u.a. auch durch solarthermische Anlagen unterstützt werden kann, in Zukunft steigen wird. Die Bereiche Beleuchtung, Bürogebäude und Kraft sind nur zur Information aufgeführt. Für alle dargestellten Bereiche gilt, dass der zu erkennende Trend nicht zwangsläufig über das Jahr 2030 so anhält. Für die Kühlung und Lüftung ist hingegen ein anderer Trend festzustellen. Hier steigt der Verbrauch seit einigen Jahren. Wie dem Bild 1.2-5 zu entnehmen ist wird in den nächsten zwei Dekaden der Kühlbedarf weiter stetig zu nehmen. Die Ursachen sind höhere innere Lasten [Bsp. Abwärme von Bürogeräten] sowie die veränderte Bauweise [mehr Glasanteil] und ein höherer Komfortanspruch, in Verbindung mit einer wachsenden Gesamtkühlfläche. Für Deutschland im Jahr 2010 wird geschätzt, dass für Büros, dem Einzelhandel, Hotels, Gastronomie und Wohnungen insgesamt ein Energiebedarf von 5.700 GWh/a (vgl. Deutscher Kälte- und Klimatechnischer Verein 06/2002) durch Raumklimageräte mit einer Leistung kleiner 50 kW notwendig werden. Die kleineren Absorptions- Heiz und Kühlanlagen in diesem Leistungs- und Anwendungsbereich bieten besondere Vorteile. So emittieren diese bei Einsatz von Erdgas gegenüber elektrisch betriebene Kompressionskälteanlagen 690 g/kwh<sub>(Endenergie) </sub>weniger CO<sub>2</sub><sup><font size="2"><a href="#sdfootnote2sym" title="sdfootnote2anc" class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote2anc"><sup>2</sup></a></font></sup><sub>.</sub> Bei gleichzeitigem Heiz- und Kühlenbetrieb ist die CO<sub>2</sub> Reduktion noch deutlicher.</div><div id="sdfootnote1"> </div>   </div><div id="sdfootnote1"> </div><div id="sdfootnote1"> </div><div id="sdfootnote1"><font face="Arial, Arial, sans-serif"><img src="/system/files/images/beitrag-1_html_me5c15b3.gif" /><br />Bild 1.2 6 Entwicklung des Energiebedarfs für Raumklimageräte in ausgewählten EU-Ländern (vgl. Verbundnetz Gas AG Leipzig: 8/2005)</font></div><div id="sdfootnote1"> </div><div id="sdfootnote1">  <p style="margin-bottom: 0cm">&nbsp;</p><p style="margin-bottom: 0cm">An dieser Stelle sei erwähnt, dass im Rahmen der SAVE Studie “Energy Efficiency and Certification of Central Air Conditioners [EECCAC)]” der EU für den gesamten europäischen Raum eine starke Zunahme für Raumkühlung im Bereich der dezentralen und zentralen Raumklimageräte [bis 50 kW] bis zum Jahr 2020 ergeben hat.So wurde der Energieverbrauch für die EU15-Länder 2005 auf 78.000 GWh geschätzt, für 2020 wird eine Nachfrage von 115.000 GWh angenommen. Im Bild 1.2-6 ist die Entwicklung ausgewählter EU- Länder grafisch dargestellt.Des weiteren werden enorme Einsparpotenziale durch Effizienzsteigerungen, z.B. durch besseres Teillastverhalten von Kälteanlagen erwartet. So sind bei gleicher Kälteleistung Effizienzunterschiede zwischen einzelnen Geräten von bis zu 40% festzustellen<sup><font size="2"><a href="#sdfootnote3sym" title="sdfootnote3anc" class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote3anc"><sup>3</sup></a></font></sup>.</p> <div id="sdfootnote1"> 	<p class="sdfootnote">&nbsp;</p><p class="sdfootnote"><a href="#sdfootnote1anc" title="sdfootnote1sym" class="sdfootnotesym-western" name="sdfootnote1sym">1</a>Deutschland 	hat sich im Rahmen des Kyoto-Protokolls verpflichtet, seine 	Treibhausgasemissionen bis 2012 um 21% gegenüber dem Basisjahr 	1990 zu senken.</p> </div> <div id="sdfootnote2"> 	<p class="sdfootnote"><a href="#sdfootnote2anc" title="sdfootnote2sym" class="sdfootnotesym-western" name="sdfootnote2sym">2</a>Berechnung 	mit GEMIS [Globales Emissions-Modell Integrierter Systeme], 	Emissionsfaktor CO<sub>2 </sub>für Erdgas 229 und für 	Strom 919 g/kwh<sub>(Endenergie) </sub>ausgewählt</p> </div> <div id="sdfootnote3"> 	<p class="sdfootnote"><a href="#sdfootnote3anc" title="sdfootnote3sym" class="sdfootnotesym-western" name="sdfootnote3sym">3</a>für 	weitere Informationen zum europäischen Labelsystem siehe 	europäische Herstellerverband für Kälteaggregate : 	<font color="#0000ff"><a href="http://www.eurovent-certification.com/"><font color="#000000"><span style="text-decoration: none">EUROVENT-CERTIFIKATION</span></font></a></font></p> </div> <p class="sdfootnote">&nbsp;</p> </div>    ]]></content>
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    <title>Es geht hier um die Zukunft! Bioenergieforum in Berlin</title>
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    <published>2005-12-09T23:06:09+01:00</published>
    <updated>2005-12-17T14:19:08+01:00</updated>
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      <name>Jan Gerstmann</name>
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    <summary type="html"><![CDATA[Nicht nur ein wichtiges und interessantes Konferenzthema, sondern auch noch nette Frauen und gutes Essen. Was gibt es besseres an einem Freitag?     ]]></summary>
    <content type="html"><![CDATA[Nicht nur ein wichtiges und interessantes Konferenzthema, sondern auch noch nette Frauen und gutes Essen. Was gibt es besseres an einem Freitag? <!--break-->

Normalerweise kostet die Teilnahme an so einer Konferenz nicht gerade wenig. Bis zu 500 Euro für mehrere Tag! Ich hätte das natürlich nicht bezahlen können. Aber es gibt ja auch manchmal andere Möglichkeiten.

Ich habe einfach vorher angerufen und gefragt, ob ich nicht ein wenig bei der Konferenz helfen kann und dann so teilnehmen kann.

Sich mit dem Thema Bioenergie zu beschäftigen finde ich wichtig, weil für mich unsere Zukunft heute beginnt. Ja, in Wirklichkeit hat sie schon begonnen! Die Energiewende ist da! Worauf warten wir noch? Auch meinen Kindern will ich die Idee einer autarken, sozialen und ökologischen Lebensweise im Einklang mit der Natur einmal weiter vermitteln.

Auf der Konferenz heute Morgen war ich verantwortlich für den reibungslosen Ablauf der Redebeiträge. Die Redner kommen aus der ganzen Welt. Gestern beim Wein lernte ich zum Beispiel einen Typen aus Alaska kennen. Aber viel passiert auch direkt vor unserer Tür, nur eine Stunde von Berlin! Da gibt es zum Beispiel eine Clusterinitiative in der Uckermark. Erwin Meyer-Wölfing und Axel Karlhorn sind dort zwei Aktive (<a href="http://www.energie-nord-ost-brandenburg.de" title="www.energie-nord-ost-brandenburg.de">www.energie-nord-ost-brandenburg.de</a>). Sie bringen Landwirte, Planer, Anlagenbauer, Betreiber, Stromhändler, Forscher und Entwickler zusammen. So viele die hier eine Rolle spielen. Ich will auch mehr für eine nachhaltige Nutzung der Energie in der Zukunft tun! Das heißt etwas dagegen zu tun, was „die Herrn von heute“ versaut haben. Fange ich sofort an!

Ich denke, ich werde morgen nach Tutow fahren (<a href="http://www.amt-tutow.de" title="www.amt-tutow.de">www.amt-tutow.de</a>). Ja! Genau das sollte ich nach so vielen Eindrücken tun, in die Stille, in die Natur zu meinen Eltern und darüber nachdenken wie ich diese Ideen umsetzen kann.

Aber bevor ich abfahre, möchte ich mich noch bei Karl-Heinz Remmers für die Möglichkeit der Teilnahme an der Veranstaltung bedanken. Vielen Dank!

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