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Erasmus in Berlin: Harsche Umgangsweisen, ein paar nette Berliner und internationale Parties mit aller Welt
Submitted by Sabrina Zbinden on 8 December, 2005 - 17:28.
Liebe Weihnachtsmänner und –frauen, Es geht mir sehr gut hier. Ich habe meine mittlere Krise überwunden. Bin wieder gesund. Heimweh habe ich aber immer noch ein wenig. In den letzten Wochen habe ich viel unternommen und habe vor meinem Heimflug auch noch so einiges vor. Also, da waren Manu und Moni, die mich besucht haben. 36 Stunden, die vergingen wie Sekunden. Schöne Spaziergänge, Shoppingtouren und feines Essen sollen den Mädels in Erinnerung bleiben. Eine Meisterleistung der Beiden war allerdings auch in dieser kurzen Zeit möglichst vielen unfreundlichen Leute zu begegnen. Es gibt tatsächlich einige Sitten und Umgangsweisen hier, die Herr und Frau Schweizer nicht gewohnt sind. Beispiel A) Busfahrer wartet nicht, bis man ausgestiegen ist. Beispiel B) Kellnerin verdreht die Augen, wenn man sich berechtigterweise beschwert. Beispiel C) wer im bedienten Café noch eine zweite Sahne möchte: „Hol sie selbst, ich hab hier noch was zu tun!“). Positiv daran ist, dass ich lerne mich zu wehren und jemanden darauf hinweisen kann, dass er sich im Ton vergreift oder eben in gleicher Weise zu kommunizieren. So „sind wir auf Nadeln“ und warten nur, bis uns einer blöd kommt. Man muss sich eben anpassen können. Privat bin ich aber kaum in Kontakt mit Berlinern oder dann nur mit sehr netten. So verbringe ich meine Freizeit mit Schweizern, Franzosen, Spaniern, Finnen, Italienern und Angehörigen anderer Nationen. Letzte Woche zweimal WG-Party, Ausflug nach Potsdam. Ah ja und der absolute Knüller war der Besuch in der „Rose“: Wände aus rotem weichem Plüsch, Deko aus kitschigen Plastikrosen, Diskokugeln, Spiegeln und süssen Gemälden. Der vorwiegend männlichen Klientel steht auf der Toilette neben Seife auch Lotion zu Verfügung. „Love this town.“ Diese Woche sind noch ein paar Weihnachtsessen und –partys geplant, bevor ich dieses Treiben in der Schweiz fortsetze. Bin sehr froh, wieder zwei super liebe Frauen kennen gelernt zu haben, mit denen man Pferde stehlen kann!
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